Kornkäfer

Der Kornkäfer gehört zu den Rüsselkäfern und wird 2-5 mm groß und ist flugunfähig. Das Weibchen bohrt Löcher in das Befallssubstrat, legt dort ihre Eier ab und verschließt es abschließend mit einem Sekret. Die fußlosen Larven bleiben während ihrer ganzen Entwicklung bis zur Verpuppung im Korn, so dass nur noch die Hülle des Korns stehen bleibt. Die Käfer hinterlassen ein charakteristisches Ausstiegloch am befallenen Korn. Durch seine 4-6 Generationen, die er pro Jahr ausbildet, kann er sich sehr schnell zu einem Massenbefall entwickeln und gilt deshalb zu den bedeutenden und gefürchteten Schädlingen in Getreidelagern. Die Käfer sind seht lichtscheu und befallen nur innere Körnerlagen. Bei einem Befall des Kornkäfers wird das Getreide pappig, riecht etwas muffig und wird stark erwärmt. Durch die hohe Feuchtigkeit, die der Kornkäfer bevorzugt kann dies durchaus Folgeschäden wie Pilze und Bakterien mit sich nach ziehen. Bei auftretendem Befall in Privathaushalten ist es meist ausreichend die umher kriechenden Käfer abzusaugen und das befallene Substrat wie Bohnen, Getreide zu entsorgen. Und den Befall vorzubeugen, ist eine Lagerung der Produkte von unter 13 Grad zu empfehlen. In Getreidesilos und Getreidevorräten kann man auch eine Begasung mittels Phosphorwasserstoff durchführen, unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und Auflagen. Nur eine Begasung kann die Larven im Inneren des Getreidekorns abtöten.

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